Projekt: Neubau PV Anlage auf Doppelfamilienhaus

Auftraggeber: Privatpersonen
Ort: 84094 Elsendorf
Inbetriebnahme: Juli 2026

Bei diesem Neubau eines Doppelfamilienhauses wurde ein intelligentes und ganzheitliches Energiemanagementsystem realisiert, um die Stromkosten beider Parteien langfristig deutlich zu reduzieren. Das System steuert den Energieverbrauch hochflexibel und bindet auch die bestehende Wärmepumpe nahtlos ein. Die installierte Photovoltaikanlage verteilt sich symmetrisch auf beide Dachflächen mit jeweils 10,1 kWp und kommt so auf eine Gesamtleistung von ca. 20,2 kWp (46 PV-Module insgesamt). Beide Dachflächen sind optimal nach Süden ausgerichtet, um über das gesamte Jahr maximale Erträge zu erzielen. Bereits bei der Planung und Installation der Module auf den Dächern wurden die in Bayern gesetzlich geforderten Abstände zu Brandwänden bzw. Gebäudetrennwänden konsequent eingehalten. Betrieben wird die Gesamtanlage über zwei SMA PV-Batterie-Hybrid-Wechselrichter mit je 10 kW AC-Nennleistung. Ergänzt wird jedes Teilsystem durch einen Batteriespeicher mit je 11,04 kWh Kapazität (22,08 kWh Gesamtkapazität), der überschüssigen Solarstrom direkt aufnimmt, um die Versorgung in den Abend- und Nachtstunden zu sichern.

Auch technisch ist das Gebäude zukunftssicher aufgestellt: Es wurden bereits intelligente Messsysteme (iMSys-Zähler) verbaut, die das Gesamtsystem optimal für den Einsatz dynamischer Stromtarife vorbereiten. Über das intelligente Energiemanagementsystem (EMS) ist zudem die vollumfängliche Umsetzbarkeit und Steuerung gemäß § 14a EnWG (netzdienliche Steuerung von Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen) gewährleistet.

Die im Vorfeld mit SMA Sunny Design erstellte Simulation deckt sich exakt mit den realen Betriebsdaten: Für beide Haushalte zusammen ergibt sich ein jährlicher Gesamt-Energieertrag von rund 21.900 kWh (ca. 10.950 kWh pro Anlage), wovon insgesamt etwa 12.000 kWh direkt im Gebäude verbraucht werden (ca. 6.000 kWh pro Partei). Über einen Zeitraum von 20 Jahren führt dies zu einer beachtlichen CO₂-Einsparung von rund 288 Tonnen für das gesamte Gebäude. Über das gesamte Jahr gesehen wird eine Autarkiequote von ca. 60 % erwartet. Seit der Inbetriebnahme im Sommer (Juli 2026) lag die Autarkiequote im ersten Echtzeitbetrieb sogar bei beeindruckenden ca. 98 %. Je nach Jahreszeit schwankt der Eigenversorgungsgrad naturgemäß – von einer nahezu vollständigen Unabhängigkeit im Sommer bis hin zu einem geringen, ergänzenden Netzbezug in den ertragsärmeren Wintermonaten.